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Teilhabechancengesetz

Allgemeines

Worum geht es?

Die Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, Menschen, die schon sehr lange im Leistungsbezug stehen und / oder sehr lange arbeitslos sind, wieder eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen.

Daher wurde zum 1. Januar 2019 das Teilhabechancengesetz in Kraft gesetzt. Die Kernelemente dieses Gesetzes sind die „Teilhabe am Arbeitsmarkt (§ 16i SGB II)" sowie die „Eingliederung von Langzeitarbeitslosen (§ 16e SGB II)“. Beide Instrumente bieten eine attraktive finanzielle Unterstützung für Arbeitgeber, die arbeitslosen Menschen eine Chance geben (siehe Flyer Sozialer Arbeitsmarkt).

Teilhabe am Arbeitsmarkt (§ 16i SGB II)

Ziel

Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt für sehr arbeitsmarktferne Langzeitbezieher

Wer wird gefördert?

Menschen, 

  • die das 25. Lebensjahr vollendet haben
  • die für insgesamt sechs Jahre innerhalb der letzten sieben Jahre Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II erhalten haben (Sonderregelungen für Personen mit mindestens einem minderjährigen Kind in der Bedarfsgemeinschaft und für schwerbehinderte Personen).

Wie wird gefördert?

  • Zuschuss zum Arbeitsentgelt im Rahmen der vereinbarten Arbeitszeit
    (In den ersten beiden Jahren Zuschuss von 100 Prozent zum berücksichtigungsfähigen Arbeitsentgelt; in jedem weiteren Jahr wird dieser Zuschuss um zehn Prozentpunkte gekürzt bei einer maximalen Förderdauer von fünf Jahren.)
  • Pauschalierter Beitrag am Gesamtsozialversicherungsbeitrag (ohne Arbeitslosenversicherung)
  • Ganzheitliche beschäftigungsbegleitende Betreuung ("Coaching")
  • Weiterbildungen in angemessenen zeitlichem Umfang mit Kosten bis zu 3.000 €
  • Keine Nachbeschäftigungspflicht

Eingliederung von Langzeitarbeitslosen (§16e SGB II)

Ziel

Frühzeitiger Ansatz zur Verhinderung länger andauernder Arbeitslosigkeit

Wer wird gefördert?

Menschen, die seit mindestens zwei Jahren arbeitslos sind.

Wie wird gefördert?

  • Zuschuss zum Arbeitsentgelt für 24 Monate
    (Im ersten Jahr in Höhe von 75 Prozent und im zweiten Jahr in Höhe von 50 Prozent des zu berücksichtigenden Arbeitsentgelts.)
  • Pauschalierter Beitrag am Gesamtsozialversicherungsbeitrag (ohne Arbeitslosenversicherung)
  • Keine Nachbeschäftigungspflicht
  • Ganzheitliche, beschäftigungsbegleitende Betreuung ("Coaching").
  • Qualifizierungsmaßnahmen können bei Vorliegen der Fördervoraussetzungen in Anspruch genommen werden.

Ansprechpartner/innen

Betriebsakquisiteure (BAQ)