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< Noch Plätze frei – Ferienaktion des Jobcenter Bochum
26.07.2013 12:27 Alter: 8 Jahre
Von: Johannes Rohleder

60 Jobs für Bochum

Modellprojekt „Förderung der öffentlich geförderten Beschäftigung in NRW“ // Langzeitarbeitslose Menschen mit Migrationshintergrund und Alleinerziehende im Fokus


Monika Bösebeck, Personalleiterin bei der Familien- und Krankenpflege, freut sich, Isabella Idzikowski (rechts) als neue Mitarbeiterin für die Tagespflege im Johanneshaus gewonnen zu haben.

Isabella Idzikowski ist glücklich. Mit 59 Jahren hat die gebürtige Polin jetzt zunächst für ein Jahr eine Stelle bei der Familien- und Krankenpflege gGmbH gefunden. Möglich gemacht hat dies das Modellprojekt „Förderung der öffentlich geförderten Beschäftigung in NRW“, mit dem EU, das Land NRW sowie Stadt und Jobcenter Bochum in diesem Jahr bis zu 60 zusätzliche Arbeitsverhältnisse für langzeitarbeitslose Bochumer ermöglichen. Die ersten 30 Stellen sind jetzt besetzt, weitere 30 folgen in der zweiten Jahreshälfte.

„Dieses Projekt ist für Bochum sehr wichtig. So können wir in diesem Jahr weiteren 60 langzeitarbeitslosen Menschen eine Chance geben, die sonst keine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt haben“, so Roland Bröge, Bereichsleiter des Jobcenter Bochum. Die Palette der angebotenen Stellen reicht von Hausmeistertätigkeiten über Arbeitsplätze im Umweltschutz oder Recycling bis hin zur Betreuung älterer Menschen.

Verantwortlich für die Einrichtung der Stellen vor Ort zeichnete der Kooperationsverbund Bildung und Arbeit. Dahinter verbergen sich 11 gemeinnützige Träger, welche die langzeitarbeitslosen Menschen für ein Jahr sozialversicherungspflichtig beschäftigen. Als Arbeitgeber zahlen sie 25 Prozent der Lohnkosten, die restlichen 75 Prozent werden von Stadt und Jobcenter getragen. Zusätzlich werden die neuen Mitarbeiter neben ihrer Arbeit durch Jobcoaches betreut und qualifiziert, um ihnen auch mittelfristig neue Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen. Die Kosten hierfür teilen sich das Land NRW und die EU.

Bei der Auswahl der Teilnehmer, da waren sich Jobcenter, Stadt und Kooperationsverbund früh einig, sollten langzeitarbeitslose Migranten und Alleinerziehende im Fokus stehen. „Das war uns als Stadt sehr wichtig“, sagt Birgit Dietinger vom Amt für Soziales und Wohnen, „denn für diese beiden Zielgruppen sind die Aussichten auf einen Arbeitsplatz signifikant schlechter.“

Für Isabella Idzikowski sind diese Überlegungen nicht so wichtig, was zählt, ist die neue Arbeit: „Das ich in meinem Alter noch einmal eine Stelle finde, hätte ich mir nicht geträumt. Jetzt will ich zeigen, was ich kann.“