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09.01.2014 12:14 Alter: 8 Jahre

Die Hustadt lebt

Förderverein stellt Einrichtungs- und Kulturmanager mit Unterstützung des Jobcenter Bochum ein


Matthias Köllmann (links) ist der neue Kulturmanager in der Hustadt. Veronika Dommes und Christian Uhlig vom Förderverein Hustadt freuen sich auf seine tatkräftige Unterstützung.

Matthias Köllmann kennt die Hustadt und ihre Bewohner genau. Schon lange engagiert sich der 42jährige Bochumer ehrenamtlich in dem Stadtteil. Seit dem 1. Januar 2014 ist er jetzt fester Mitarbeiter des Fördervereins Hustadt und dort als Einrichtungs- und Kulturmanager für den sozio-kulturellen Treffpunkt HUkultur tätig. In seiner neuen Funktion wird Matthias Köllmann auch den Einsatz der drei neuen Quartiershausmeister koordinieren, die ebenfalls zu Jahresbeginn ihre Arbeit in der Hustadt aufnehmen. Möglich wurde das zunächst auf ein Jahr befristete Arbeitsverhältnis durch die Unterstützung des Job-center Bochum, das auch die Quartiershausmeisterstellen im Rahmen einer Arbeitsgelegenheit finanziert.

„HUkultur ist ein Herzblutprojekt für mich“, so Matthias Köllmann. „Das ich jetzt ein Jahr lang mit meiner Arbeit für die Hustadt mein eigenes Geld verdiene, ist eine tolle Anerkennung und gibt mir die Möglichkeit, mich noch intensiver in meinem Stadtteil einzubringen.“ Das nötige Handwerkszeug für seine neue Aufgabe bringt Köllmann mit. Über zehn Jahr war er als Veranstaltungskaufmann selbständig, ehe irgendwann die Kunden ausblieben und er arbeitslos wurde. Aufgegeben hat er deshalb nicht. Mit Unterstützung des Jobcenter machte er 2012 eine Weiterbildung zum Kulturmanager und brennt jetzt darauf, sein neues Wissen einzubringen.

Christian Uhlig, Vorsitzender des Fördervereins Hustadt e.V., freut sich über die willkommene Unterstützung: „Mit der neuen Stelle von Matthias Köllmann und den drei Quartiershausmeistern können wir der stadtteilorientierten Arbeit in der Hustadt noch mehr Profil geben und das Projekt selbst strukturell stärken.“ Eine Einschätzung, die Burkhard Huhn vom Stadtplanungsamt teilt: „Ein fester Ansprechpartner für die Anwohner, der zugleich die Kommunikation mit örtlichen Einrichtungen oder städtischen Ämtern übernimmt, ist eine große Chance für das Quartier“

Gemeinsam mit dem Stadtumbaumanagement und der VBW suchten Uhlig und Huhn im vergangenen Jahr nach Wegen, die erfolgreiche Arbeit in der Hustadt zu verstetigen – und fanden mit dem Jobcenter Bochum den passenden Partner, der die Einrichtung der Stellen ermöglichte. Für ein Jahr trägt das Jobcenter 75 Prozent der Lohnkosten für Matthias Köllmann sowie die Aufwandsentschädigung für die Quartiershausmeister; den Rest steuert der Förderverein aus Mitteln der Städtebauförderung bei. „Die Arbeitsplätze in der Hustadt erfüllen alle Anforderungen für eine öffentlich geförderte Beschäftigung“, so Mirko Günther, Leiter der Stabstelle „Öffentlich geförderte Beschäftigung“ des Jobcenter, „und sie bieten vier arbeitslosen Menschen die Chance, eine neue Perspektive auf dem Arbeitsmarkt zu finden."

Wenn es nach Matthias Köllmann geht, dann werden durch seine Arbeit noch mehr Bewohner der Hustadt eine neue Perspektive gewinnen: „Langfristig sollen hier weitere Arbeitsplätze entstehen“. Ob Catering-Service, Marktstand oder mobile Espresso-Bar ¬– Pläne hat er genug und die ersten Aufträge gab es auch.