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< „Bochumer Chancen“ für Langzeitarbeitslose
11.08.2015 15:05 Alter: 5 Jahre
Von: Johannes Rohleder

Eingelöst

Bochumer Ausbildungsversprechen gibt jungen Menschen neue Perspektive


Mit dem Projekt „Bochumer Ausbildungsversprechen“ haben Jobcenter, VHS, Stadt Bochum und Bochumer Unternehmen jungen Menschen eine neue Chance geboten, den Weg ins Berufsleben zu finden.

Die BOGESTRA beteiligt sich am „Bochumer Ausbildungsversprechen“ mit zwei Ausbildungsplätzen. Ab dem 3. August 2015 beginnt Anthony Chung eine Ausbildung zum Industriemechaniker. Zum gleichen Zeitpunkt startet Sefa Karakaya seine Ausbildung zur Fachkraft im Fahrbetrieb (FiF).

Bei Anthony Chung stand in den vergangenen Monaten das Erreichen seines Schulabschlusses im Mittelpunkt. Zusammen mit 14 weiteren Teilnehmern hat er im Rahmen des „Bochumer Ausbildungsversprechens“ den Hauptschulabschluss erfolgreich nachgeholt. Mit der Ausbildung bei der BOGESTRA startet der 23-Jährige in den nächsten Lebensabschnitt. Dass es direkt nach dem Abschluss mit der Ausbildung beim örtlichen Mobilitätsdienstleiter starten kann, freut Anthony Chung besonders. Neben der hochwertigen Ausbildung erwarten ihn spannende Tätigkeiten und eine gute Zukunftsperspektive. An der Ausbildung reizt ihn, dass er viel Neues kennenlernen kann und mit Technik arbeiten kann. Technisches Interesse hatte er nämlich schon als Jugendlicher, als er sich sowohl mit Lego Technik beschäftigte als auch erstes technisches Geschick beim Reparieren seines Fahrrads zeigte.

Auch bei Sefa Karakaya schließt sich ein Kreis, wenn er Anfang August die FiF-Ausbildung bei der BOGESTRA beginnt. Der 23-jährige Bochumer nutzt seit seiner Schulzeit Busse und Bahnen der BOGESTRA. Im Rahmen seiner Ausbildung wird er u.a. anderem lernen, selbst Bus und Bahn zu fahren. Er wurde vom Jobcenter auf den zweiten Ausbildungsplatz vermittelt, den die BOGESTRA im Rahmen des „Bochumer Ausbildungsversprechens“ angeboten hat. Sefa Karakaya ist damit einer von drei Jobcenter-Kunden, die nicht an dem Projekt teilgenommen haben, und trotzdem vom „Bochumer Ausbildungsversprechen“ profitieren, weil sie dadurch zu einem Ausbildungsplatz kommen.

 

Das Versprechen

„Warum soll ich lernen, mit einem Hauptschulabschluss bekomme ich doch eh keine Lehrstelle.“ Sätze wie diese sagen junge Jobcenter-Kunden oft. Dr. Ottilie Scholz, Oberbürgermeisterin der Stadt Bochum, und Martina Fischer, Geschäftsführerin des Jobcenter, wollten dies nicht länger akzeptieren. Für 2015 haben sie das „Bochumer Ausbildungsversprechen“ ins Leben gerufen und zahlreiche Unternehmen als „Ausbildungspaten“ gewonnen.
Der Inhalt des Versprechens: Junge arbeitslose Erwachsene, die aktuell bei der VHS ihren Hauptschulabschluss nachholen, bekommen im Sommer einen Ausbildungsplatz – wenn sie ihren Schulabschluss in der Tasche haben.
Jetzt zeigt sich: Das Versprechen greift. Von den 15 Teilnehmern, die im Rahmen des „Bochumer Ausbildungsversprechens“ ihren Hauptschulabschluss nachgemacht haben, haben vier einen Ausbildungsplatz im direkten Anschluss gefunden, ein Teilnehmer beginnt eine sechsmonatige Weiterbildung. Zwei weitere Teilnehmer starten eine einjährige Einstiegsqualifizierung bei einem Arbeitgeber (Intensiv-Vorbereitung auf Ausbildung) und fünf Teilnehmer haben sich entschieden, weiter die Schulbank zu drücken. Die übrigen drei Teilnehmer sind intensiv auf der Suche und werden dabei vom Jobcenter unterstützt.