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08.06.2018 09:50 Alter: 43 Tage
Von: Johannes Rohleder

Sprache baut Brücken

Jobcenter Bochum und Geflüchteten-Initiative „Neu in Deutschland“ veranstalteten gemeinsame Lesung


Mahmoud Aldalati hat auf der Flucht aus Syrien zwar all seine Texte verloren; die Kraft seiner Sprache jedoch ist ihm geblieben (im Hintergrund: Hiba Hasan, Nour Al Zoubi, Nahed Al Essa v.l.n.r.)

Die Autorinnen und Autoren genießen den stürmischen Applaus für eine beeindruckende Lesung.

Laila Ammi liest. (Alle Fotos: Dieter Claas / Jobcenter Bochum)

Wer steht oder sitzt da eigentlich vor mir? Geflüchtete Menschen und Jobcenter-Mitarbeiter treffen regelmäßig aufeinander und wissen doch nur wenig voneinander. Das wollten die Geflüchteten-Initiative „Neu in Deutschland“ und das Jobcenter Bochum jetzt ändern. Gemeinsam veranstalteten sie eine Lesung im Ratssaal des Rathauses Wattenscheid, bei der geflüchtete Frauen und Männer vor etwa 60 Jobcenter-Mitarbeitern eigene Texte vortrugen.

„Wir als Jobcenter sind eine der Schnittstellen für die Integration der Menschen in Deutschland; und Integration gelingt leichter, wenn man einander kennt“, sagt Johannes Rohleder, Pressesprecher des Bochumer Jobcenter, und Dorte Huneke-Nollmann, Herausgeberin von „Neu in Deutschland“ ergänzt: „Es war unseren Autoren ein großes Anliegen, sich einmal ohne Kundennummer, mit offenem Herzen, persönlichen, traurigen und heiteren Geschichten zu präsentieren. Als Menschen, die eine berufliche und persönliche Perspektive in ihrer neuen Heimat Bochum suchen.“

Das gelang eindrucksvoll. Unterstützt von der Schauspielerin Maria Wolf schlugen die Autoren die Zuhörer in ihren Bann. Am Ende der Lesung war nicht nur Frank Böttcher, Geschäftsführer des Jobcenter Bochum, tief beeindruckt: „Der Mut der Autorinnen und Autoren hat mich fasziniert. Von ihnen können wir alle viel lernen.“