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18.10.2018 15:09 Alter: 53 Tage
Von: Johannes Rohleder

Mütter im Blick – und Väter auch

Jobcenter Bochum informiert Erziehende über die vielfältigen Unterstützungsleistungen auf dem Weg zurück in den Beruf


Eltern im Blick: Stefanie Malcherek, Beauftragte für Chancengleicht des Jobcenter Bochum, berät eine junge Mutter über den Weg zurück ins Arbeitsleben (Foto: Carsten Jahn / Jobcenter).

Der Fachkräftemangel hat auch sein Gutes. Der Weg zurück in den Beruf war für Erziehende noch nie so offen wie heute, da immer mehr Arbeitgeber ihre Vorbehalte beiseite legen (müssen). Wie die Rückkehr ins Berufsleben gelingt und welche Unterstützung es bei den kleinen und großen Hürden gibt, darüber informierten Arbeitsagentur und Jobcenter Bochum mehr als 70 arbeitslose Erziehende, die gemeinsam mit ihren Kindern der Einladung in den Bochumer Tierpark gefolgt waren.

„Wir sind für Sie da!“ Jobcenter-Geschäftsführer Frank Böttcher nahm in seiner Begrüßung die Kernbotschaft des Tages gleich vorweg. Denn die Veranstaltung unter dem Titel „Wir sind Eltern“ war vor allem eines: eine Mutmach-Aktion, bei der die Sorgen der Erziehenden im Mittelpunkt stehen. Und davon gibt es viele: Ich bin schon so lange raus? Wie soll ich mein Kind betreuen? Lohnt sich der ganze Aufwand am Ende überhaupt? Allzuoft führen Bedenken wie diese dazu, dass sich die arbeitslose Mutter erst gar nicht auf den Weg macht. „Dabei haben wir in Bochum ein tolles Netzwerk, in dem sich eine Lösung für fast jedes Problem finden lässt“, so Stefanie Malcherek, Beauftragte für Chancengleichheit im Jobcenter und Mitorganisatorin der Veranstaltung.

So fand sich an diesem Tag im Tierpark ein Infostand des Wohngeldamtes neben dem der VHS und der Bundesknappschaft, berieten Caritas und Verbraucherzentrale gemeinsam zum Thema Energie und gab die AOK Tipps zur gesunden Ernährung. Und während die Erwachsenen auf 5 Themeninseln ungestört ihre berufliche Zukunft planten, begaben sich die Kleinen mit fachkundiger Begleitung auf Erkundungsreise durch die bunte Tierwelt, strahlende Augen inbegriffen.

Amina Krawiecki war vom Angebot begeistert. Die alleinerziehende Bochumerin hat jüngst ihre Teilzeit-Berufsausbildung zur Fachverkäuferin abgeschlossen und sucht vergeblich nach einem Arbeitsplatz: „Kleines Kind und Schichtdienst, das passt einfach nicht“, fasst die junge Mutter resigniert zusammen. Jetzt sucht sie eine Alternative und nutzt die Chance, sich zu umfassen zu informieren. „Hier bekomme ich mehr Informationen als im Internet und kann sogar mein Kind mitnehmen“, freut sich Krawiecki. Nächste Woche hat sich noch einen Termin im Jobcenter vereinbart und danach, hofft sie, ist sie ein Stück schlauer, was ihren weiteren Berufsweg angeht.

Und auch Jobcenter und Arbeitsagentur haben für die nächsten Wochen reichlich Hausaufgaben bekommen. Auf einer Postkarte konnten die Teilnehmer ihre persönlichen Jobwünsche und Beratungsbedarfe angeben und davon haben viele Gebrauch gemacht. Jetzt gilt es die Themen und Wünsche zu sortieren, um dann den arbeitslosen Erziehenden die passenden Angebote zu unterbreiten. Damit am Ende ein fester Arbeitsplatz steht.