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Bedarfsgemeinschaft

Bei der Berechnung der Leistungen wird eine einzelne erwerbsfähige Person oder eine so genannte Bedarfsgemeinschaft betrachtet.

Leben mehrere Personen im gleichen Haushalt mit Erwerbsfähigen zusammen und betreiben den Haushalt wirtschaftlich gemeinsam, werden eventuell alle zusammen als eine Bedarfsgemeinschaft behandelt. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem SGB II. Liegen die entsprechenden Voraussetzungen vor, so werden alle Personen eines Haushalts mit ihren persönlichen Verhältnissen (Einkommen und Vermögen) in eine Bedarfsgemeinschaft einbezogen. Das heißt: Hat eine Person mehr als sie für sich benötigt, dann sind deren Mittel auch für die anderen Personen in der Berechnung anzusetzen. Es findet also ein gewisser Ausgleich statt.

Zu einer Bedarfsgemeinschaft gehören:

  • die erwerbsfähigen Hilfebedürftigen
  • als Partner von erwerbsfähigen Hilfebedürftigen
    • der nicht dauernd getrennt lebende Ehegatte oder
    • die Person, die mit dem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen in eheähnlicher Gemeinschaft lebt oder
    • der nicht dauernd getrennt lebende und eingetragene Lebenspartner
  • die minderjährigen, unverheirateten Kinder des erwerbsfähigen Hilfebedürftigen oder seines Partners
  • Vater und / oder Mutter (wenn sie selbst nicht erwerbsfähig sind) eines erwerbsfähigen, minderjährigen, unverheirateten Kindes oder nur ein Elternteil (und gegebenenfalls der Partner) eines solchen Kindes. Sind die Eltern nicht erwerbsfähig, bilden sie dennoch mit ihren minderjährigen Kindern eine Bedarfsgemeinschaft, wenn mindestens ein Kind erwerbsfähig, also mindestens 15 Jahre alt ist.
 
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